PERSPEKTIVEN To Go – der Börsenpodcast

PERSPEKTIVEN To Go – der Börsenpodcast

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01:00:00: Deutsche Bank präsentiert PERSPEKTIVEN To Go.

01:00:04: Ihr Audio-Podcast rund um das Thema Börse.

01:00:08: Das ist zwar immer noch ein Schwellenland, aber

01:00:11: trotzdem eine der größten Volkswirtschaften

01:00:13: der Welt.

01:00:13: Gemeint ist nicht China, sondern Indien.

01:00:16: Zuletzt gab es positive Schlagzeilen über

01:00:18: Handelsdeals mit den USA und Europa.

01:00:21: Die Börse feiert das.

01:00:23: Wie geht es weiter?

01:00:23: Welche Chancen und Risiken gibt es für

01:00:25: Anlegerinnen und Anleger?

01:00:27: Diese und viele andere Fragen beantwortet mir

01:00:29: jetzt Uli Stephan von der Deutschen Bank.

01:00:31: Mein Name ist Jessica Schwarzer, und damit

01:00:33: herzlich willkommen zu einer

01:00:34: neuen Folge der PERSPEKTIVEN

01:00:36: To Go.

01:00:37: Uli, der Handelsdeal mit den USA sorgt

01:00:40: eigentlich für Euphorie

01:00:41: an Indiens Finanzmärkten.

01:00:43: Wie sieht der Deal denn aus?

01:00:45: Was wissen wir schon und

01:00:46: ist die Euphorie berechtigt?

01:00:47: Es gibt ja mehrere Deals, die Indien

01:00:50: abgeschlossen hat, einmal

01:00:52: mit der Europäischen Union und

01:00:53: einmal mit den Vereinigten Staaten von Amerika.

01:00:55: Mit dem Deal mit Europa rechnet man

01:00:59: sich sicherlich Chancen im Handel aus.

01:01:02: Bei den USA geht es vor allen Dingen darum,

01:01:04: dass die Zölle reduziert worden sind.

01:01:07: Da schweben immer so ein bisschen Bedenken

01:01:09: über Indien, weil man ja in großem Maße

01:01:13: russisches Öl importierte, raffinerierte und

01:01:17: dann vor allen Dingen nach Europa wieder

01:01:18: exportierte.

01:01:20: Also diese sogenannten sekundären Zölle, von

01:01:23: denen die amerikanische Administration ja

01:01:25: gerne Gebrauch gemacht hat.

01:01:27: Das scheint jetzt vom Tisch zu sein.

01:01:29: Indien hat sich verpflichtet, Öl aus Venezuela

01:01:32: zu kaufen und damit sind die Amerikaner bereit,

01:01:36: ihre Zölle eben deutlich zu senken.

01:01:39: Die Rede ist davon, dass man es von 50 Prozent

01:01:43: auf 18 Prozent

01:01:45: herunternehmen wird, also ungefähr

01:01:47: auf das Niveau, das auch

01:01:49: viele andere Länder haben.

01:01:51: Man hat ja auch gelesen, dass mit dieser

01:01:53: Einigung Indien signifikante Handelsrisiken

01:01:55: beseitigt.

01:01:57: Heißt das jetzt, dass Indien vielleicht auch

01:01:59: einen regionalen Standortwettbewerb hat und

01:02:02: mehr China-Alternative werden kann?

01:02:05: Ja, Indien wird ja schon lange als Alternative

01:02:07: für die Volksrepublik genannt.

01:02:09: Indien hat aber einfach eine sehr viel

01:02:11: schlechtere Infrastruktur.

01:02:13: Die Inder, wenn man mit ihnen

01:02:14: redet, sagen immer „Das ist ja gerade unsere Stärke –

01:02:16: wartet mal ab, bis wir die ausgebaut

01:02:18: haben“,

01:02:19: aber im Wesentlichen warten wir da auch schon

01:02:20: ein paar Jahrzehnte drauf, dass das passiert,

01:02:23: weil natürlich immer wieder Verzögerungen

01:02:26: zustande kommen. Die einzelnen Bundesstaaten

01:02:29: sind sehr selbstständig und werden auch sehr

01:02:32: regional regiert, und

01:02:33: deswegen sind große nationale

01:02:36: Projekte nicht so einfach durchzusetzen.

01:02:39: Das erlebt man immer wieder mit knapp 30

01:02:41: Parteien im indischen Parlament.

01:02:44: Und insofern glaube ich nicht, dass Indien ganz

01:02:47: schnell sozusagen die Werkbank der Welt

01:02:49: als Alternative zu China werden wird.

01:02:52: Aber die Industrieproduktion

01:02:54: hat zuletzt deutlich zugenommen.

01:02:57: Man tut sicherlich, was man tun kann.

01:02:59: Weitere Reformen wären nötig, vor allen Dingen

01:03:02: struktureller Art, um

01:03:03: die Produktivität insgesamt

01:03:05: anzuheben.

01:03:06: Aber das dürfte Indien wissen, man hat zuletzt

01:03:09: ein besseres Rating bekommen und hat dieses

01:03:12: bessere Rating bzw. die damit verbundenen

01:03:15: niedrigeren Refinanzierungskosten direkt als

01:03:17: Steuersenkungen an die

01:03:19: Bevölkerung weitergegeben.

01:03:20: Also es tut sich schon was, aber der Prozess

01:03:23: ist doch etwas

01:03:24: langwieriger, als wir das vielleicht

01:03:26: aus der Volksrepublik China kennen.

01:03:27: Schauen wir nochmal auf die Deals

01:03:29: und vor allen Dingen die Folgen.

01:03:32: Gab ja auch Sorgen von Investoren.

01:03:34: Indien könnte in die

01:03:35: geopolitische Isolation geraten.

01:03:37: Das war ja auch durch die

01:03:39: Strafzölle, Ölimporte aus Russland etc.

01:03:42: Und nun hofft man ja, dass nach dem Zolldeal

01:03:45: auch die internationalen Anleger zurückkommen.

01:03:48: Waren die denn überhaupt richtig weg?

01:03:50: Ja Jessica, wir sehen tatsächlich Ausflüsse

01:03:52: oder haben gesehen

01:03:53: Ausflüsse auf der Portfoliorebene

01:03:55: aus Indien.

01:03:56: Das hat sich zuletzt ein Stück weit gedreht.

01:03:59: Da ist aber noch sehr viel Raum.

01:04:01: Also sollte Indien sich hier weiter auf den Weg

01:04:03: machen, Freihandel, Produktivitätssteigerung

01:04:06: und über Reformen etc. pp.

01:04:08: ist Indien, aber auch, das sagen wir

01:04:10: natürlich schon seit längerem,

01:04:12: langfristig gesehen ein Land, in dem man

01:04:16: sicherlich investieren kann.

01:04:18: Es hat spannende Unternehmen.

01:04:19: Allerdings muss man da auch auf die aktuelle

01:04:21: Lage an den Weltmärkten im Moment ein Stück weit

01:04:24: gucken –

01:04:26: der kann sich nämlich

01:04:26: auch Indien nicht entziehen.

01:04:28: Waren diese Abflüsse im vergangenen Jahr dann

01:04:30: auch der Grund dafür, dass die Gewinne

01:04:32: an der Börse in Mumbai geringer ausgefallen

01:04:35: sind als in den meisten

01:04:36: anderen großen Schwellen

01:04:37: Ländern?

01:04:37: Ja, aber die Abflüsse haben natürlich immer

01:04:39: Begründungen und die Gründe sind, dass

01:04:42: Indien zwar Software hat, aber

01:04:44: wenig Künstliche Intelligenz.

01:04:46: Der Markt ist in 2025 sehr ordentlich gelaufen,

01:04:51: aber war sicherlich nicht bei den „High-Flyern“

01:04:54: mit dabei.

01:04:54: Da waren andere Länder und

01:04:56: andere Sektoren mehr gefragt.

01:04:58: Jetzt in diesem Jahr ist es

01:05:00: richtig schlecht, muss man sagen.

01:05:02: Was eben daran liegt, dass vor allen Dingen wir

01:05:06: kennen alle Bangalore als Begriff, also

01:05:08: die Software schmieden da herum jetzt unter der

01:05:12: Diskussion, um Disruption, Leiden und

01:05:16: die Kurse eben entsprechend in

01:05:18: den Keller geschickt worden sind.

01:05:20: Und deswegen der indische Markt insgesamt in

01:05:22: diesem Jahr nicht so gut performt.

01:05:24: Aber fairerweise muss man sagen, dass der Nifty

01:05:26: 50, das ist ja der Leitindex.

01:05:28: Heute mehr als 20 Mal höher steht als zu Beginn

01:05:31: des Jahrtausends und ungefähr 3 Mal

01:05:33: höher als vor 10 Jahren und ja

01:05:35: auch nahe seiner Allzeithochs.

01:05:36: Also es ist jetzt nicht so, dass wir da die

01:05:38: totale Krise erleben, oder?

01:05:39: Ja, tatsächlich.

01:05:40: Also wir haben Recht damit, wenn wir sagen,

01:05:43: langfristig muss man in Indien investiert sein

01:05:45: und muss auch über die ein oder andere

01:05:46: Schwankung mal hinwegsehen.

01:05:48: Im aktuellen Rahmen sozusagen erleben wir eben

01:05:51: diese Diskussion um die Disruption,

01:05:54: um die KI.

01:05:55: Und da ist Indien jetzt insgesamt eher negativ

01:05:58: betroffen, weil es eben weniger Hardware hat,

01:06:02: weniger die Enabler für die Künstliche

01:06:05: Intelligenz, sondern mehr

01:06:07: Softwareunternehmen, bei denen

01:06:09: eben wie gesagt im Moment die Disruption

01:06:10: diskutiert wird und die dann auch in Indien

01:06:14: ein Stück weit unter die Räder kommen.

01:06:16: Welche Branchen sind denn am indischen

01:06:17: Aktienmarkt noch besonders stark vertreten?

01:06:20: Und Nachfrage dann auch, kann ich ja schon mal

01:06:21: gleich dranhängen, welche Branchen profitieren

01:06:24: besonders von den Deals,

01:06:25: die geschlossen wurden.

01:06:26: Ich gehe mal davon aus, die Exportorientierten.

01:06:28: Ja, Jessica, an der Börse stark vertreten sind

01:06:30: vor allen Dingen Finanzwerte, hier mit

01:06:32: einer Gewichtung von um die 30 Prozent mit

01:06:36: Abstand der größte Sektor.

01:06:38: Dahinter kommt der zyklische Konsum, die

01:06:41: Industrie und die

01:06:42: Energie, aber auch Grundstoffe.

01:06:45: Dann kommt die IT, die ja immer so im Fokus

01:06:47: steht für Indien, sicherlich auch für deine

01:06:50: zweite Frage, nämlich für

01:06:52: den Export, sehr wichtig ist.

01:06:54: Wir wissen, dass viele Unternehmen ja

01:06:56: out-gesourced haben, gerade

01:06:58: Software, Dienstleistungen nach

01:07:00: Indien.

01:07:01: Also insofern spielt das an der Börse nicht die

01:07:05: ganz große Rolle dieser Bereich, ist

01:07:07: aber namhaft und ist vor allen

01:07:09: Dingen für den Export wichtig.

01:07:11: Dazu gehören dann auch

01:07:13: Chemie- und Pharmaprodukte.

01:07:14: Wir wissen spätestens seit der Pandemie, dass

01:07:17: Indien einer der ganz großen Hersteller

01:07:20: von Generika vor allen Dingen ist, also

01:07:23: nachgebildeten Medikamenten.

01:07:25: Und das ist dann eben neben Energie, also vor

01:07:28: allen Dingen Ölderivaten.

01:07:30: Sind das aus meiner Sicht die großen

01:07:32: Exportschlager, die wir ja aus Indien sehen.

01:07:34: Schauen wir mal auf die Bewertung.

01:07:36: Indiens Aktienmarkt gilt als

01:07:37: teuer – und das auch ohne KI-Fantasie.

01:07:41: Ist das ein Problem?

01:07:43: Sollte ich lieber warten auf weitere

01:07:44: Kursrücksetzer, damit das

01:07:46: Kurs-Gewinnen-Verhältnis weiter

01:07:47: nachlässt oder kann man nach der jüngsten

01:07:50: Schwäche schon zugreifen?

01:07:52: Ja, es ist traditionell so,

01:07:53: dass Indien hoch bewertet ist.

01:07:55: Hier scheint sozusagen der Wachstumsmarkt eine

01:07:59: Rolle zu spielen, den man sich erhofft.

01:08:01: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt laut Bloomberg

01:08:04: bei gut 25, also damit sogar noch ein Stück

01:08:08: teurer als in den

01:08:10: Vereinigten Staaten von Amerika.

01:08:12: Aber wie gesagt, das ist traditionell so.

01:08:15: Man muss dann die Gewinnerwartungen dazu ins

01:08:17: Verhältnis setzen, Jessica.

01:08:19: Diese Gewinnerwartungen sind für 2026 in einer

01:08:23: Höhe von fast 19 Prozent und auch 2027 von 16 Prozent.

01:08:28: Also diese Wachstumsperspektiven, die sind es,

01:08:31: warum der Markt so teuer ist.

01:08:33: Aber man muss schon wissen, worauf man sich

01:08:35: einlässt, wenn man in

01:08:36: Indien investieren möchte.

01:08:37: Wie viel Indien gehört denn in ein

01:08:39: ausgewogenes, gut gestreutes Aktiendepot?

01:08:43: Soll ich mich da vielleicht am

01:08:43: MSCI Emerging Markets orientieren?

01:08:46: Da hätte Indien einen Anteil von 13 Prozent,

01:08:49: entsprechend deutlich geringer natürlich dann

01:08:51: im MSCI All Country World.

01:08:53: Oder wie würdest du es überhaupt machen?

01:08:55: Einzelaktien, Fonds, ETFs?

01:08:57: Ja, auf den Weltindizes sind natürlich Märkte

01:09:00: wie Indien zuletzt etwas zurückgegangen,

01:09:02: weil die amerikanische Technologie so stark in

01:09:06: der Marktkapitalisierung zugelegt hat.

01:09:08: Und weil natürlich die USA da mit Abstand die

01:09:11: dominierende Rolle spielen.

01:09:14: Es ist schwer zu sagen, du müsstest jetzt

01:09:16: eigentlich meine Standardantwort bekommen.

01:09:18: Es kommt immer auf das

01:09:19: Risikoprofil natürlich an.

01:09:21: Wer aber hier bereit ist,

01:09:22: etwas langfristiger zu investieren,

01:09:24: für den würde ich schon eine indische

01:09:26: Beimischung vorschlagen.

01:09:28: Ich glaube auch, dass Indien

01:09:29: makroökonomisch durchaus zulegen kann.

01:09:33: Die Inflation scheint relativ niedrig zu sein,

01:09:35: das hängt allerdings auch

01:09:36: extrem von den Lebensmitteln ab,

01:09:39: also sollte sie wieder ein Stück weit steigen.

01:09:42: Wir sehen für Indien beispielsweise niedrige

01:09:44: Zahlen im Moment von 2 Prozent und unter 2 Prozent Inflation.

01:09:49: Die Notenbank liegt bei 5,25 Prozent,

01:09:52: hätte also hier Raum, sogar ein wenig zu senken.

01:09:55: Das verbunden mit Reformen, mit den

01:09:57: Handelsabkommen, mit dem

01:09:59: besseren Rating in Indien,

01:10:01: mit potenziellem Ausbau der Infrastruktur,

01:10:03: sollte eben unterstützen.

01:10:06: Und wie gesagt, wer langfristig

01:10:08: sein Geld in Indien investiert,

01:10:10: sollte auch über die nächsten Jahre mit

01:10:13: sicherlich großen Schwankungen

01:10:15: aber Freude daran finden können.

01:10:18: Und insofern hängt es vom Risiko-Appetit ab.

01:10:21: Ob es dann in einer Größenordnung irgendwo

01:10:23: zwischen 5 und 10 Prozent möglicherweise ist;

01:10:26: wer vielleicht ganz großer Indien-Fan ist, auch

01:10:28: noch ein bisschen mehr.

01:10:30: Aber ich würde es auch nicht übertreiben,

01:10:32: weil es ist ein einzelner Markt, der eben auch,

01:10:35: wie wir vorhin

01:10:36: diskutiert haben, nicht billig ist

01:10:38: und der auch immer wieder

01:10:39: für Überraschungen gut ist.

01:10:41: Und dann noch wie investieren?

01:10:43: Also Einzelaktien, Fonds, ETFs?

01:10:45: Ja, solche Märkte bieten sich

01:10:46: typischerweise über Fonds an,

01:10:48: weil wenn man einen überschaubaren

01:10:50: Anteil des Portfolios investiert,

01:10:53: dann bin ich bei Einzeltiteln eben sehr

01:10:55: schnell am Ende mit meiner Diversifikation.

01:10:57: Deswegen würde ich schon Fonds nehmen.

01:11:00: Die Fragestellung ETF oder

01:11:01: aktive Fonds ist eine Frage,

01:11:04: wie langfristig man investiert sein möchte,

01:11:07: glaube ich, wenn man mal schnell traden möchte

01:11:10: auf irgendwelche Nachrichten,

01:11:12: die bekannt gegeben werden, dann

01:11:14: bieten sich sicherlich ETFs an.

01:11:16: Wenn man langfristig investieren möchte,

01:11:18: glaube ich, sind solche

01:11:19: Märkte wie Indien immer noch besser

01:11:21: durch aktiv gemanagte Fonds abgebildet.

01:11:24: Auf jeden Fall ein extrem spannendes Land,

01:11:26: ein extrem spannendes Thema für Anleger

01:11:28: und sicherlich ein Thema, was uns in den

01:11:30: nächsten Monaten noch mal beschäftigen wird.

01:11:33: Vielen lieben Dank für diese PERSPEKTIVEN To Go.

01:11:35: Gern.

Über diesen Podcast

Jede Woche sprechen Dr. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, und Finanzjournalistin Jessica Schwarzer darüber, was die Märkte bewegt – und was das für Anleger bedeutet. Schnell, pragmatisch und auf den Punkt. Und wem die wöchentliche Dosis Börsenwissen nicht genügt, dem sei Stephans täglicher Newsletter „PERSPEKTIVEN am Morgen“ empfohlen. Mehr dazu auf deutsche-bank.de/pam

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Die vollständigen Angaben zum jeweiligen Fonds sind dem Basisinformationsblatt und dem Verkaufsprospekt, ergänzt durch den jeweiligen letzten geprüften Jahresbericht und den jeweiligen Halbjahresbericht, falls ein solcher jüngeren Datums als der letzte Jahresbericht vorliegt, zu entnehmen. Diese Unterlagen stellen die allein verbindliche Grundlage des Kaufs von Anteilen des jeweiligen Fonds dar. Sie sind in elektronischer oder gedruckter Form kostenlos bei Ihrem Berater erhältlich. Weitere ausführliche allgemeine Informationen zu Investmentfonds enthält zudem die Broschüre „Basisinformation über Wertpapiere und weitere Kapitalanlagen“, welche ebenso kostenlos bei Ihrem Berater erhältlich ist.

Jede Geldanlage ist mit Risiken verbunden. Es gibt keine Garantie und Marktschwankungen können zu Verlusten bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Über die speziellen Risiken eines Wertpapierprodukts informieren die gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen. Wertentwicklungen in der Vergangenheit und Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Sofern es in diesem Dokument nicht anders gekennzeichnet ist, geben alle Meinungsaussagen die aktuelle Einschätzung der Deutschen Bank wieder, die sich jederzeit ändern kann.

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Derzeit fehlt es an einheitlichen Kriterien und einem einheitlichen Marktstandard zur Bewertung und Einordnung von Finanzdienstleistungen und Finanzprodukten als nachhaltig. Dies kann dazu führen, dass verschiedene Anbieter die Nachhaltigkeit von Finanzdienstleistungen und Finanzprodukten unterschiedlich bewerten. Zudem sind die gesetzlichen Vorgaben zur Offenlegung der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien und zum Umgang mit dem Thema ESG (Environment = Umwelt, Social = Soziales, Governance = Unternehmensführung) und Sustainable Finance (nachhaltige Finanzwirtschaft) einem stetigen Wandel unterworfen. Die Auslegung der relevanten gesetzlichen Regelungen ist zudem nicht eindeutig und abschließend. All dies kann dazu führen, dass gegenwärtig als nachhaltig bezeichnete oder beworbene Finanzdienstleistungen und Finanzprodukte die künftigen gesetzlichen Anforderungen an die Qualifikation als nachhaltig oder als Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigend nicht erfüllen.

Soweit in dieser Marketinginformation von Deutsche Bank die Rede ist, bezieht sich dies auf die Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt, Deutschland.

von und mit Deutsche Bank

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