PERSPEKTIVEN To Go – der Börsenpodcast

PERSPEKTIVEN To Go – der Börsenpodcast

Transkript

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01:00:00: Deutsche Bank

01:00:02: präsentiert Perspektiven to Go.

01:00:04: Ihr Audio-Podcast

01:00:06: rund um das Thema Börsen.

01:00:08: Die wieder steigenden Ölpreise, die hohe

01:00:11: Inflation und die

01:00:12: Turbulenzen an den Anleihemärkten,

01:00:14: nichts kann die Rally an den

01:00:15: Aktienmärkten wirklich ausbremsen.

01:00:17: S&P 500 und NASDAQ

01:00:19: notieren nahe Allzeithoch,

01:00:21: der DAX ein paar Prozentpunkte darunter.

01:00:23: Sind Investoren zu sorglos oder gibt es

01:00:26: gute Gründe für die Entwicklung?

01:00:28: Darüber spreche ich mit Uli

01:00:29: Stephan von der Deutschen Bank.

01:00:31: Mein Name ist Jessica Schwarzer und damit

01:00:32: herzlich willkommen zu einer neuen Folge

01:00:34: der Perspektiven to Go.

01:00:37: Uli, seit Wochen hält der

01:00:38: Anleihemarkt Investoren in Atem.

01:00:40: Warum reagieren denn

01:00:41: die Aktienmärkte nicht?

01:00:43: Sie reagieren schon, aber

01:00:44: eben sehr differenziert.

01:00:46: Wir werden jetzt auch in der

01:00:47: Berichtssaison, die ja im

01:00:48: Oktober startet, erleben,

01:00:50: dass Unternehmen, die gute Gewinne

01:00:52: berichten und die Erwartungen

01:00:54: möglicherweise sogar noch übertreffen,

01:00:57: weiter ansteigen können, während

01:00:59: Unternehmen mit

01:01:00: negativen Gewinnaussichten,

01:01:03: möglicherweise fallenden oder negativen

01:01:06: Cashflows und vor

00:00:00: allen Dingen diejenigen,

01:01:09: die die Erwartungen nicht

01:01:10: treffen, abgestraft werden.

01:01:12: Das bedeutet, der Zins und die

01:01:14: Gewinnentwicklung der Unternehmen

01:01:16: balancieren sich im

01:01:17: Moment ein Stück weit aus.

01:01:19: Auf der Index-Ebene sehen wir deswegen

01:01:22: relativ gut oder sehr gut aus.

01:01:24: Auf Sektorebene und vor allen Dingen bei

01:01:26: Einzeltiteln kann das aber sehr, sehr

01:01:28: unterschiedlich sein,

00:00:00: wie Unternehmen oder Sektoren auf diese

01:01:33: Zins-Entwicklung reagieren.

01:01:35: Aber laut Lehrbuch hieß es doch

01:01:36: eigentlich immer, dass steigende Zinsen

01:01:39: Gift für die Aktienmärkte sind,

01:01:41: was ja auch irgendwie logisch klingt.

01:01:42: Höhere Zinsen verteuern

01:01:43: Kredite, drücken auf die Bewertung,

01:01:45: machen Anleihen ja im Grunde auch als

01:01:47: Alternative attraktiver.

01:01:49: Das heißt, so global, so pauschal

01:01:52: vielmehr kann man es gar nicht sagen,

01:01:53: sondern man muss eben wirklich genau

01:01:55: hinschauen, welches Unternehmen, welche

01:01:57: Branche es wie trifft.

01:02:00: Ja, absolut. Also zum einen läuft die

01:02:01: Volkswirtschaft nach

01:02:03: wie vor relativ robust.

01:02:03: Man ist ja schon seit einem halben Jahr,

01:02:05: ich will nicht sagen erstaunt, aber es

01:02:07: ist schon bemerkenswert,

01:02:09: wie robust die Volkswirtschaften trotz

01:02:12: der hohen Energiepreise weiter laufen.

01:02:16: Also, die Volkswirtschaften insgesamt

01:02:18: nicht riesig gut, aber doch recht robust.

01:02:22: Und das wiederum hängt natürlich mit den

01:02:24: hohen Investitionen in

01:02:26: die künstliche Intelligenz

01:02:27: vor allen Dingen zusammen, auch mit den

01:02:29: Unternehmen der Energiewirtschaft,

01:02:31: die sicherlich auch

01:02:32: gutes Geld verdienen können.

01:02:33: Aber vor allen Dingen ist es

01:02:35: die künstliche Intelligenz,

01:02:37: die hier die Gewinne der Unternehmen und

01:02:39: damit auch die Kurse treibt.

01:02:40: Und solange wir eben ein Verhältnis

01:02:43: haben, in dem die Zinsen steigen,

01:02:46: aber eben die Gewinne möglicherweise noch

01:02:49: sehr viel mehr steigen,

01:02:50: und wir hatten ja im zweiten Quartal rund

01:02:52: 54 Prozent Gewinnplus im

01:02:54: S&P 500, fürs dritte Quartal

01:02:57: werden jetzt über 30 Prozent erwartet,

01:02:59: werden eben die hohen Zinsen

01:03:01: ein Stück weit kompensiert.

01:03:02: Nur wehe den Unternehmen, die eben keinen

01:03:05: Gewinn berichten,

01:03:07: fallende, negative Cashflows,

01:03:09: oder sogar die Erwartungen enttäuschen.

01:03:11: Ich glaube, da werden wir dann sehr

01:03:13: heftige Reaktionen an der Börse erleben.

01:03:16: Was ich trotzdem bemerkenswert finde,

01:03:17: seit Wochen steht ja nun wirklich in

01:03:19: jedem zweiten Marktbericht

01:03:20: irgendwas von der Sorge vor weiter

01:03:22: steigenden Zinsen, vor

01:03:24: geopolitischen Spannungen,

01:03:25: gleichzeitig die Allzeithochs.

01:03:27: Du hast erklärt, woran das liegt, aber

01:03:29: gibt es denn so eine

01:03:30: Grenze, wo man sagen kann,

01:03:32: das ist ein Zinsniveau, ab da wird es

01:03:33: richtig ungemütlich für die

01:03:36: Unternehmen, für die Wirtschaft?

01:03:39: Oder ist das einfach so

01:03:40: pauschal nicht zu beantworten?

01:03:42: Ich lese es immer wieder,

01:03:44: ständig steht irgendwo: Sorge

01:03:45: vor weiter steigenden Zinsen.

01:03:47: Ja, die Zinsen wirken natürlich auf

01:03:49: unterschiedliche Art und Weise.

01:03:50: Das eine ist eben die Volkswirtschaft,

01:03:52: das hattest du erwähnt,

01:03:53: dass die höheren Zinsen dann

01:03:55: vor allen Dingen Investitionen, aber auch

01:03:57: den Konsum natürlich

01:03:58: ein Stück weit bremsen.

01:04:00: Der zweite Mechanismus, ein wichtiger

01:04:03: Mechanismus gerade für Aktien,

01:04:04: ist sicherlich, dass die zukünftigen

01:04:06: Gewinne auf den heutigen Tag

01:04:07: abdiskontiert werden.

01:04:09: Je höher der Diskontfaktor, sprich der

01:04:11: Zins ist, desto weniger sind die

01:04:13: zukünftigen Gewinne heute wert.

01:04:15: Nichtsdestotrotz, wenn die Gewinne eben

01:04:18: mit 30, 40, 50 Prozent steigen, dann ist

01:04:23: dieses Gewinnwachstum

01:04:24: so stark, dass ein um 100 Basispunkte

01:04:29: höherer Zins, und das

01:04:30: ist ja schon erheblich,

01:04:32: hier durch die

01:04:33: Gewinnsituation kompensiert wird.

01:04:35: Das Problem ist eben, wenn das nicht

01:04:37: passieren sollte, wenn die Gewinne nicht

01:04:40: in der Weise steigen,

01:04:42: also, da ist auch sehr viel Optimismus

01:04:44: im Markt eingepreist, dann wird das

01:04:46: sicherlich zu heftigen

01:04:47: Reaktionen an den Börsen kommen.

01:04:49: Bemerkenswert vor dem Hintergrund ist,

01:04:51: dass die

01:04:52: Analysten in den letzten Wochen

01:04:54: weiterhin die Gewinnerwartungen der

01:04:56: Unternehmen nach oben revidiert haben.

01:04:58: Gewinne sind das eine, aber Unternehmen

01:05:00: sind ja in der Regel auch verschuldet,

01:05:02: finanzieren sich über die Anleihemärkte,

01:05:04: und auch da geht natürlich

01:05:05: das Zinsniveau nach oben,

01:05:06: Kredite werden teurer,

01:05:07: auch die für die Unternehmen.

01:05:09: Gibt es Branchen, die besonders stark

01:05:12: verschuldet sind traditionell, wo es

01:05:14: jetzt besonders

01:05:15: ungemütlich werden könnte?

01:05:17: Ganz neu oder relativ neu an den

01:05:18: Anleihemärkten sind ja

01:05:20: die großen Tech-Konzerne.

01:05:21: Ja, die großen Tech-Konzerne machen

01:05:23: mittlerweile beim Fremdkapital, also bei

01:05:26: Unternehmensanleihen,

01:05:27: vor allen Dingen im Bereich der guten

01:05:29: Bonitäten, weil sie

01:05:30: meist sehr gut bewertet sind,

01:05:32: einige davon sogar besser als die

01:05:34: Vereinigten Staaten von Amerika, 25 bis 30 Prozent

01:05:39: der Neuemissionen aus.

01:05:40: Das ist schon erheblich, es ist

01:05:42: nicht so, wie manchmal geschrieben wird,

01:05:45: dass die Bilanzrelationen dieser

01:05:47: sogenannten Hyperscaler jetzt völlig aus

01:05:49: dem Ruder laufen

01:05:50: würden, bei Weitem nicht.

01:05:28: Und sie haben einen Return on Equity, also

01:05:56: sozusagen eine Eigenkapital-Rentabilität,

01:05:59: die jenseits der 20 Prozent liegt.

01:06:02: Und dann zu sagen, ja gut, ich nehme für

01:06:05: vier, fünf Prozent Kredit auf, um in

01:06:08: mein Geschäft zu investieren,

01:06:10: mit dem ich über 20 Prozent verdiene auf das

01:06:12: eingesetzte Kapital, ergibt natürlich

01:06:15: allen Sinn der Welt.

01:06:16: Nur nochmal, diese 20 Prozent

01:06:19: müssen dann auch kommen.

01:06:21: Und so ist der Markt auch gepreist,

01:06:23: sollten hier Enttäuschungen kommen von

01:06:25: Seiten der Unternehmen

01:06:26: in der Berichtssaison,

01:06:28: dann würde ich schon sehr heftige

01:06:29: Reaktionen

01:06:32: an der Börse erwarten.

01:06:34: Und insofern wird die Berichtssaison

01:06:36: sicherlich eine sehr,

01:06:37: sehr spannende werden,

01:06:39: die möglicherweise auf Index-Ebene das

01:06:42: zeigt, was wir jetzt schon die letzten

01:06:43: Wochen gesehen haben,

01:06:44: nämlich relative Ruhe, aber darunter in

01:06:47: den einzelnen Branchen und Unternehmen

01:06:49: doch erhebliche Volatilitäten.

01:06:51: Nun stehen wir ja eigentlich überall nahe

01:06:54: den Allzeithochs, vor

01:06:55: allem an den US-Börsen.

01:06:57: Ist es vielleicht auch mal Zeit, ein

01:06:59: paar Gewinne mitzunehmen, weil man

01:07:01: vielleicht auch ein

01:07:01: bisschen Höhenangst bekommt

01:07:03: und sich das eben doch anschaut mit den

01:07:06: hohen Zinsen, mit den Krisen, die wir auf

01:07:09: dieser Welt noch haben,

01:07:10: und vielleicht auch mit Blick auf die

01:07:12: Berichtssaison, weil, man könnte ja auch

01:07:13: Zweifel haben, dass die

01:07:14: Unternehmen noch mal so abliefern,

01:07:16: weil, das war ja schon

01:07:17: krass vor drei Monaten.

01:07:19: Ja, wie gesagt, die Analysten sind da

01:07:20: sehr optimistisch, aber du

01:07:21: hast natürlich schon recht.

01:07:23: Wir haben lange Zeit über TINA

01:07:24: gesprochen, There Is No Alternative.

01:07:26: Und ich würde sagen, da gibt es

01:07:28: mittlerweile eine Alternative, wenn ich

01:07:30: mir die Zinslandschaft angucke.

01:07:32: Bundesanleihen, die nach wie vor das

01:07:34: beste Rating haben,

01:07:36: die mit knapp 4 Prozent rentieren.

01:07:38: Bei französischen Anleihen bin ich

01:07:40: mittlerweile bei fast 5 Prozent, bei

01:07:42: amerikanischen – gut, da

01:07:43: gibt es ein Währungsrisiko –

01:07:44: bin ich bei über 5 Prozent, aber das sind natürlich

01:07:47: schon Renditen, die für den einen oder

01:07:50: anderen attraktiv erscheinen.

01:07:52: Und man kann dann ja die Anleihen auch

01:07:54: bis zum Laufzeitenende halten, dann hat

01:07:57: man auch nicht dieses Kursrisiko.

01:08:00: Ich könnte mir vorstellen, dass die

01:08:01: Anleihezinsen, weil wir ja keine

01:08:03: Beruhigung nach wie vor um die

01:08:05: Energiemärkte sehen,

00:00:00: noch ein Stück weit

01:08:08: nach oben tendieren können.

01:08:09: Auf mittlere Sicht würde ich schon

01:08:11: annehmen, dass sie zurückkommen sollten,

01:08:14: aber wir werden sehen,

01:08:15: möglicherweise gehen die Notenbanken auch

01:08:17: nochmal den einen oder

01:08:18: anderen Schritt nach oben,

01:08:19: dann könnte in Zukunft die Kurve etwas

01:08:21: flacher werden, wenn die kurzen Zinsen

01:08:23: steigen, die

01:08:24: langfristigeren etwas zurückkommen.

01:08:26: Aber ja, vor dem Hintergrund ist es

01:08:29: natürlich so, dass ich heute nicht

01:08:30: mein ganzes Geld in Aktien stecken würde,

01:08:32: sondern es gibt wirklich interessante

01:08:35: Alternativen auf der

01:08:37: Bondseite mittlerweile.

01:08:38: Darüber hatte ich auch mit Dirk

01:08:40: gesprochen, der dich ja in

01:08:41: deinem Urlaub vertreten hat,

01:08:43: dass man eben wirklich schauen kann,

01:08:45: dass man da was einlockt, vielleicht eher

01:08:47: im europäischen Raum,

01:08:48: vor allem im Euroraum, das wollte ich

01:08:50: sagen, weil man da

01:08:51: eben kein Währungsrisiko hat,

01:08:53: aber es könnte ja auch eine

01:08:54: Währungschance sein, wenn man im

01:08:55: Dollarraum unterwegs ist, oder?

01:08:57: Das kann ja auch für mich laufen.

01:08:59: Ja, absolut, der Dollar ist aber zuletzt

01:09:00: mal wieder stärker geworden.

01:09:02: Wir sind ja bis auf 1,13, wenn ich das

01:09:04: richtig im Kopf habe, runtergelaufen.

01:09:07: Das hängt natürlich zusammen mit der

01:09:09: Energiekrise auf der einen Seite.

01:09:11: Da braucht wieder jeder Dollar, um

01:09:13: jederzeit Energie kaufen zu können.

01:09:15: Auf der anderen Seite glaubt der Markt,

01:09:17: dass die amerikanische Notenbank noch

01:09:19: vier Mal die Zinsen anheben wird.

01:09:22: Das halten doch viele, auch

01:09:25: ich, für etwas übertrieben.

01:09:27: Das scheint doch eher dem Moment

01:09:28: geschuldet zu sein, dass man solche hohen

01:09:32: Erwartungen an die

01:09:33: amerikanische Notenbank hat.

01:09:35: Aber der eine oder andere Schritt ist

01:09:37: eben durchaus noch möglich

01:09:38: und dann werden wir sehen,

01:09:40: wie lange dieser Konflikt dauert und die

01:09:42: Energiepreise treibt, wie es weitergeht

01:09:44: mit den Investitionen.

01:09:46: Bei der künstlichen Intelligenz, auch

01:09:48: hier gibt es ja

01:09:48: in Richtung Midterm Elections

01:09:50: die eine oder andere Diskussion, wo

01:09:52: Bundesstaaten in den USA sagen,

01:09:55: naja, das treibt aber auch die Preise,

01:09:58: die Baukosten, das treibt die

01:09:59: Energiepreise weiter nach oben,

01:10:02: und deswegen wollen wir die Genehmigungen

01:10:05: ein Stück weit

01:10:06: zurücknehmen beziehungsweise einschränken.

01:10:08: All das kann dann dazu führen, dass wir

01:10:10: etwas weniger Wachstum sehen, etwas

01:10:12: niedrigere Inflation,

01:10:14: und deswegen glaube ich, dass die

01:10:16: Notenbanken nicht so stark anheben

01:10:19: werden, wie es im Moment

01:10:21: im Markt gepreist wird.

01:10:21: Die abschließende Frage, wie immer, was

01:10:23: tue ich mit dieser Gemengelage?

01:10:25: Wie setze ich das in

01:10:26: meinem Depot um als Anlegerin?

01:10:28: Du hast vorhin schon gesagt, TINA,

01:10:30: There Is No Alternative, das gibt es nicht

01:10:32: mehr so uneingeschränkt.

01:10:34: Also es gibt wieder

01:10:34: Alternativen an den Bondmärkten.

01:10:38: Ist jetzt die Zeit, vielleicht ein

01:10:39: bisschen umzuschichten?

01:10:41: Oder würdest du sagen, wenn ich sehr

01:10:42: langfristig unterwegs bin,

01:10:44: dann kann ich auch bei einer relativ

01:10:45: hohen Aktienquote bleiben?

01:10:46: Ja, das hängt natürlich immer mit dem

01:10:48: Anlagehorizont und dem Risikoprofil

01:10:50: zusammen, überhaupt gar keine Frage.

01:10:51: Ich würde schon

01:10:52: Anleihen ins Portfolio nehmen.

01:10:54: Wie gesagt, ich erwarte sogar auf

01:10:56: mittlere Sicht, dass man da

01:10:57: möglicherweise noch

01:10:57: kurz Gewinne mitnehmen könnte.

01:11:00: Wir werden sehen, aber die Zinsen selbst

01:11:02: erscheinen doch nicht so unattraktiv, als

01:11:05: dass man das nicht machen sollte.

01:11:08: In ein ausgewogenes Portfolio gehören,

01:11:10: würde ich sagen, in jedem Falle Anleihen,

01:11:13: aber in diesem Fall eben besonders.

01:11:15: Ich würde mich aber nicht komplett aus

01:11:16: Aktien herausziehen.

01:11:18: Wir sehen, dass wir eine gewisse Rotation

01:11:20: in der Technologie haben, nicht mehr so

01:11:23: stark performend die

01:11:25: Unternehmen der KI-Infrastruktur,

01:11:28: weil wir wahrscheinlich den Höhepunkt der

01:11:31: Wachstumsraten, nicht der Investitionen, der

01:11:33: Wachstumsraten für die Investitionen in

01:11:35: künstliche

01:11:36: Intelligenz überschritten haben.

01:11:38: Das sollte dann aber positiv sein für die

01:11:41: Hyperscaler.

01:11:42: Möglicherweise das eine oder andere

01:11:44: an Übertreibungen nach unten, auch bei

01:11:46: der Softwareindustrie, könnte spannend

01:11:49: sein vor dem Hintergrund der Investitionen

01:11:52: in Infrastruktur rund um den Globus.

01:11:56: Also, es gibt durchaus Ecken auch am

01:11:59: Aktienmarkt, die

01:12:00: weiterhin attraktiv erscheinen.

01:12:02: Und da muss man sich, es hört sich immer

00:00:00: ein bisschen blöd an, aber wirklich mit

01:12:06: Qualität beschäftigen.

01:12:08: Es macht bei den hohen Zinsen im Moment

01:12:11: keinen Sinn, nur in Visionen und in

01:12:13: Hoffnungen zu investieren.

01:12:16: Wir sehen das an der Börse, die

01:12:17: Unternehmen, wie gesagt, die noch keine

01:12:20: Gewinne schreiben oder negative

01:12:23: Entwicklungen auf der Gewinnseite haben,

01:12:26: negative Entwicklungen bei den Cashflows

01:12:28: haben, die werden doch in der Regel

01:12:30: stärker abgestraft

01:12:31: als andere Unternehmen.

01:12:33: Und das werden wir in zwei, drei Wochen

01:12:34: erleben, wenn die Berichtssaison beginnt.

01:12:37: Bis dahin haben wir aber noch ein paar

01:12:38: Podcasts vor uns und

01:12:41: ich freue mich drauf.

01:12:42: Danke für diese Perspektiven to Go.

01:12:43: Sehr gerne.

Über diesen Podcast

Jede Woche sprechen Dr. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, und Finanzjournalistin Jessica Schwarzer darüber, was die Märkte bewegt – und was das für Anleger bedeutet. Schnell, pragmatisch und auf den Punkt. Und wem die wöchentliche Dosis Börsenwissen nicht genügt, dem sei Stephans täglicher Newsletter „PERSPEKTIVEN am Morgen“ empfohlen. Mehr dazu auf deutsche-bank.de/pam

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Jede Geldanlage ist mit Risiken verbunden. Es gibt keine Garantie und Marktschwankungen können zu Verlusten bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Über die speziellen Risiken eines Wertpapierprodukts informieren die gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen. Wertentwicklungen in der Vergangenheit und Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Sofern es in diesem Dokument nicht anders gekennzeichnet ist, geben alle Meinungsaussagen die aktuelle Einschätzung der Deutschen Bank wieder, die sich jederzeit ändern kann.

ZUM THEMA NACHHALTIGKEIT:
Derzeit fehlt es an einheitlichen Kriterien und einem einheitlichen Marktstandard zur Bewertung und Einordnung von Finanzdienstleistungen und Finanzprodukten als nachhaltig. Dies kann dazu führen, dass verschiedene Anbieter die Nachhaltigkeit von Finanzdienstleistungen und Finanzprodukten unterschiedlich bewerten. Zudem sind die gesetzlichen Vorgaben zur Offenlegung der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien und zum Umgang mit dem Thema ESG (Environment = Umwelt, Social = Soziales, Governance = Unternehmensführung) und Sustainable Finance (nachhaltige Finanzwirtschaft) einem stetigen Wandel unterworfen. Die Auslegung der relevanten gesetzlichen Regelungen ist zudem nicht eindeutig und abschließend. All dies kann dazu führen, dass gegenwärtig als nachhaltig bezeichnete oder beworbene Finanzdienstleistungen und Finanzprodukte die künftigen gesetzlichen Anforderungen an die Qualifikation als nachhaltig oder als Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigend nicht erfüllen.

Soweit in dieser Marketinginformation von Deutsche Bank die Rede ist, bezieht sich dies auf die Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt, Deutschland.

von und mit Deutsche Bank

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